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THC √Ėl: Droge oder Wundermittel?

THC-√Ėl darf von einem Arzt zur Behandlung verschiedener Beschwerden bei Patienten mit schweren Erkrankungen verordnet werden. Doch was genau ist eigentlich THC √Ėl? Und handelt es sich dabei nun um eine Droge oder eher ein Wundermittel aus der Cannabispflanze?

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Was ist THC √Ėl?

THC √Ėl, h√§ufig auch verallgemeinert als Cannabis√∂l bezeichnet, enth√§lt als Hauptwirkstoff einen hohen Anteil an Delta-9-Tetrahydrocannabinol THC. Zus√§tzlich k√∂nnen weitere Stoffe aus Hanf enthalten sein, wie zum Beispiel Cannabidiol CBD oder Terpene und Flavonoide - alles nat√ľrliche Substanzen, die aus den weiblichen unbefruchteten Bl√ľtenst√§nden der Hanf Pflanze gewonnen werden. Die Wirkstoffe werden als Tropfen in √∂ligen L√∂sungen vom Arzt verordnet und fallen unter das Bet√§ubungsmittelgesetz BtMG.


Ist Cannabis√∂l gleich THC √Ėl?

Cannabis√∂l wird momentan als √úberbegriff f√ľr verschiedene Cannabis Produkte verwendet, die alles etwas mit Hanf zu tun haben und dennoch gro√üe Unterschiede aufweisen. Das f√ľhrt nicht nur zur Verwirrung der Verbraucher, sondern √∂ffnet auch Betr√ľgern T√ľr und Tor. Denn mittlerweile wird Hanf√∂l - ein Speise√∂l, welches mithilfe eines Kaltpressverfahrens aus den Hanfsamen (Hanfn√ľssen) gewonnen wird - als teures Cannabis√∂l angeboten. Dieses enth√§lt jedoch keinen der wertvollen Wirkstoffe - Cannabinoide, Terpene und Flavonoide - die ausschlie√ülich aus den Bl√ľten und bl√ľtennahen Bl√§ttern weiblicher Cannabispflanzen gewonnen werden und hat mit einem echten Cannabis√∂l wenig gemein. Damit Sie einen besseren √úberblick bekommen, welche Cannabis√∂le was enthalten, hier noch einmal die wichtigsten Daten dazu.


CBD √Ėl

CBD √Ėl ist ein Gemisch aus dem Cannabinoid CBD Cannabidiol und einem Tr√§ger√∂l. Das Tr√§ger√∂l ist in der Regel ein beliebiges Speise√∂l. H√§ufig werden hier MCT-√Ėl, Traubenkern√∂l oder Hanf√∂l (Hanfsamen√∂l) verwendet. Des Weiteren k√∂nnen andere Cannabinoide, Terpene und Flavonoide enthalten sein. Diese CBD √Ėle werden als Vollspektrum CBD √Ėl bezeichnet. CBD √Ėl z√§hlt zu den Nahrungserg√§nzungsmitteln.


THC √Ėl

THC √Ėl ist eine Mischung aus √Ėl und dem Cannabinoid Tetrahydrocannabinol als Hauptwirkstoff. Auch hier k√∂nnen weitere Substanzen aus dem Pflanzenspektrum der Hanfpflanze enthalten sein. THC √Ėl wirkt aufgrund seines hohen Gehalts von Tetrahydrocannabinol psychoaktiv. Das bedeutet dieses √Ėl macht high. Allerdings ist dieser Effekt auch immer von der Dosis abh√§ngig.


Hanf √Ėl

Hanf√∂l ist ein Speise√∂l. Es enth√§lt KEINE Substanzen aus den Bl√ľtenst√§nden der weiblichen Hanfpflanze aber sehr wohl wertvolle Stoffe wie Omega 3 und Omega 6 Fetts√§uren sowie Vitamin E. Daher wird es als hochwertiges Speise√∂l f√ľr die Unterst√ľtzung einer gesunden Ern√§hrung empfohlen. Es hat wenig mit den anderen beiden Cannbis√∂len gemein, au√üer dass es ein Produkt aus Hanf ist.


THC √Ėl & CBD √Ėl: Unterschiede und Gemeinsamkeiten?

Auf diese beiden Cannabis√∂le m√∂chten wir etwas genauer eingehen, um noch mal die Unterschiede klar aufzuzeigen aber auch um die Gemeinsamkeiten hervorzuheben. Denn, was viele vielleicht gar nicht wissen: In THC √Ėl ist oftmals auch CBD Cannabidiol enthalten. Und auch CBD √Ėle haben in vielen F√§llen einen geringen THC Anteil. In Deutschland ist dieser gesetzlich mit max. 0,2 % THC festgelegt.

Unterschied von THC √Ėl und CBD √Ėl

Der bedeutendste und gravierendste Unterschied der beiden Cannabisprodukte betrifft Ihre psychoaktive Wirkung. THC wirkt stark psychoaktiv und verursacht somit einen Rausch. CBD √Ėl besitzt diese Eigenschaft, nicht, selbst wenn es geringe Mengen an THC enth√§lt. Denn aufgrund seiner Funktion als THC Tetrahydrocannabinol Antagonist kann es dessen Psychoaktivit√§t sogar herabsetzen.

Doch auch in Ihren Wirkweisen als Cannabinoide im Zusammenspiel mit dem Endocannabinoid- System weisen die beiden Wirkstoffe deutliche Unterschiede auf. N√§here Angaben dazu finden Sie in unserem Artikel ‚ÄúTHC‚ÄĚ.

Ein weiterer Unterschied ist die Tatsache, dass das √Ėl, in welchem gro√üe Mengen THC enthalten sind als Arzneimittel gilt, CBD √Ėl dagegen zu den Nahrungserg√§nzungsmitteln geh√∂rt. Darum bekommen Sie THC √Ėl auf √§rztliche Verordnung und CBD √Ėl k√∂nnen Sie in Apotheken, Drogerien und im Internet in einem Online-Shop erwerben.


Gemeinsamkeiten von THC √Ėl und CBD √Ėl

Zwischen den beiden √Ėlen gibt es nicht nur den einen oder anderen Unterschied, sondern Sie haben auch ein paar Dinge gemein:


  1. beide √Ėle enthalten Cannabinoide, Terpene und Flavonoide - zumindest in den Vollspektrum Varianten
  2. beide √Ėle wirken √ľber das Endocannabinoid-System und l√∂sen bestimmte Effekt in unserem K√∂rper aus
  3. beide √Ėle gelten in angemessenen Dosen als nicht gesundheitssch√§dlich und kommen ohne Nebenwirkungen aus (abgesehen vom Rausch bei Tetrahydrocannabinol)
  4. die Wirkstoffe beider √Ėle sind noch wenig erforscht, verf√ľgen jedoch laut der Wissenschaft unbestreitbar √ľber ein gro√ües therapeutisches Potenzial. (1)

√úbersicht FAQ - Zusammenfassung der Wirkstoffe CBD und THC

Eigenschaft

Cannabidiol CBD

Tetrahydrocannabinol THC

psychoaktiv, macht high


‚úď

Agonist / Partialagonist

‚úď

Antagonist

‚úď


Arzneimittel


‚úď

Betäubungsmittelgesetz

‚úď

enthalten Cannabinoide

‚úď

‚úď

Vollspektrum √Ėle m√∂glich

‚úď

‚úď

ohne gefährliche Nebenwirkungen

‚úď

‚úď

bedeutend f√ľr die Medizin

‚úď

‚úď

Schmerzlinderung

‚úď

‚úď

entz√ľndungshemmend

‚úď

‚úď

(2)


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THC √Ėl ist nicht gleich THC √Ėl

THC √Ėl als Arzneimittel gibt es in verschiedenen St√§rken. Das hei√üt, dass nicht jedes √Ėl bzw. jeder Extrakt mit einer gleichen THC Konzentration aufwartet. So gibt L√∂sungen im onkologischen Bereich, die eine Konzentration von bis zu 50% THC erfordern und von denen nur wenige Tropfen oral von den Patienten eingenommen werden. Bei anderen Erkrankungen reichen dagegen auch 20 % THC aus. Aber auch √Ėle mit einem Gehalt von 6 % THC und 8 % CBD werden von Herstellern als medizinisches Cannabisl√∂sung angeboten. Ein weltweiter Hersteller solcher Produkte ist Bedrocan. Ein Unternehmen aus den Niederlanden, dass laut eigenen Angaben der erfahrenste Hersteller von medizinischem Cannabis ist.


Was ist Haschischöl?

Der Begriff Haschisch√∂l wird f√ľr ein √Ėl verwendet, dass besonders viel THC enth√§lt. Im Grunde genommen ist es also nichts anderes als THC √Ėl. Allerdings findet man den Begriff auch immer wieder im Zusammenhang mit der eigenen Herstellung von Cannabis√∂l. Das hei√üt, Menschen stellen Anleitungen zur Verf√ľgung, nach denen man sich selbst Haschisch√∂l aus den Bl√ľten der Cannabispflanze zu Hause herstellen kann.

Das CBD ein gro√ües therapeutisches Potential besitzt ist sp√§testens nach der Zulassung als Arzneimittel f√ľr die medizinische Behandlung von Epilepsie klar. Darum sind Wissenschaftler weiterhin bem√ľht, die Wirkungen von CBD zu untersuchen und zu verstehen.


Ist Rick Simpson √Ėl medizinisches Cannabis √Ėl?

Auch der Begriff Rick Simpson √Ėl taucht immer wieder im Zusammenhang mit Cannabis, THC √Ėl oder Haschisch√∂l auf. Bei diesem √Ėl handelt es sich nicht um medizinisches Cannabis√∂l. Rick Simpson stammt aus Kanada und hat sich dort einen durch seine Behauptung, er habe mit seinem Cannabis√∂l Krebs geheilt einen Namen gemacht. Seitdem propagiert er nicht nur in Kanada, sondern weltweit die heilende Wirkung seines selbst hergestellten Cannabis √Ėls, was auch unter der Abk√ľrzung ‚ÄúRSO‚ÄĚ bekannt ist. Auf seiner Website hat Mr. Simpson eine Anleitung ver√∂ffentlicht, mit dem sich jeder sein eigenes Rick Simpson √Ėl herstellen kann.


Cannabis in der Medizin und die therapeutische Wirkung von THC √Ėl

Auch wenn die Studien zu den therapeutischen Wirkungen von Cannabis und den Cannabinoiden noch recht d√ľnn ges√§t sind, gibt es doch schon einige dazu. Vor allem kleinere Studien und Fallbeispiele tauchen vermehrt auf. 

In Deutschland wird Cannabis haupts√§chlich wegen seiner schmerzlindernden Wirkung bei neuropathischen und chronischen Schmerzen verschrieben. Und es findet in der Krebstherapie Anwendung f√ľr die Behandlung von Symptomen, die bei einer Chemobehandlung auftauchen, wie √úbelkeit und Erbrechen. Au√üerdem werden Cannabinoide f√ľr die Behandlung von Abmagerung (Kachexie) und Gewichtsverlust zum Beispiel bei AIDS-Patienten eingesetzt. Laut der Bundes√§rztekammer ist eine ‚Äúschwerwiegende Erkrankung‚ÄĚ eine ausreichende Indikation f√ľr die Verschreibung von Cannabis. (3) ‚ÄúSchwerwiegend‚ÄĚ ist nach ¬ß 34 Abs. 1 SGB V und ¬ß 35 Abs. 2 SGB V eine Krankheit, wenn sie:

  • lebensbedrohlich ist oder wenn sie aufgrund der Schwere der durch sie verursachten
  • Gesundheitsst√∂rungen die Lebensqualit√§t auf Dauer nachhaltig beeintr√§chtigt

Diese Dinge k√∂nnen wichtig werden, wenn Sie als Patient gegen√ľber der Krankenkasse eine Verordnung rechtfertigen und eine Kosten√ľbernahme beantragen wollen. 

Einsatzgebiete 

Indikationen f√ľr die Verschreibung von Cannabis √Ėlen sind laut einem wissenschaftlichen Report der Techniker Krankenkasse (4):

  • schmerzlindernde Wirkung vor allem bei chronischen Schmerzen (Rheumaschmerzen, Arthritis)
  • Spastizit√§t bei Multipler Sklerose und Paraplegie,
  • Epilepsie
  • √úbelkeit und Erbrechen nach Chemotherapie sowie
  • Appetitsteigerung bei HIV/AIDS
  • Depression
  • Psychosen, Angstzust√§nde
  • Demenz
  • Glaukom und
  • Darmerkrankungen

Therapeutische Wirkung

Auch die Arzneimittelkommission der deutschen √Ąrzteschaft hat die aktuelle Studienlage ausgewertet (5) und kam dabei zu folgenden Schlussfolgerungen:

Spastizität & Schmerzen bei Multiple Sklerose

F√ľr die Behandlung einer Spastizit√§t gibt es in Deutschland mindestens ein Medikament mit einem Verh√§ltnis THC und CBD von 1:1. Dieses scheint nach Ansichten der Fachleute auch zur Behandlung chronischen Schmerzen bei Multipler Sklerose wirksam zu sein.

√úbelkeit und Erbrechen durch Zytostatika

Die Wirkung von Cannabinoiden bei diesen Symptomen gilt als gut untersucht und mehrfach bestätigt.

Auch das Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte hat auf seinen Seiten Erkenntnisse aus einer Begleiterhebung (6) ver√∂ffentlicht und begr√ľndete Diagnosen f√ľr eine Behandlung mit THC √Ėl (Cannabis-Extrakt) ver√∂ffentlicht. Darin werden unter anderem folgenden Erkrankungen aufgez√§hlt:

  • Schmerz
  • Spastik
  • Anorexie / Wasting (Magersucht/ungewollte Gewichtsabnahme durch Erkrankung oder Fieber)
  • Depression, Angst
  • ADHS
  • entz√ľndliche Darmerkrankungen
  • Schlafst√∂rung
  • Unruhe

Bei der Recherche zu den therapeutischen Wirkungen von THC sind wir auf eine interessante Arbeit von Dr. med. Peter Brauer zum Thema: Cannabis zur Behandlung des Post-Polio-Syndroms PPS gesto√üen. Dr. med. Brauer hat mehrere B√ľcher zum Thema PPS ver√∂ffentlicht. Er hat au√üerdem zum Thema Cannabis bei PPS eine Auswahl von Cannabis-Wirkstoffen zusammengestellt, die seiner Meinung f√ľr das Post-Polio-Syndrom bedeutsame medizinische Wirkung haben: (7)

Medizinische Wirkung

Cannabis-Wirkstoff (Cannabinoide, Terpene, Flavonoide) ein Auszug aller Wirkstoffe

Schmerztherapie

CBD, THC, CBC, THCV, CBG, Myrcen, Limonen

Hemmung von Entz√ľndungen

CBD, THC, THCA, THCV, Myrcen, Linalool

Hemmung von Stress

CBD, THC, CBDV, CBC, THCV, CBN

Linderung von Muskelkrämpfen

CBD, THC, CBDV, THCV. Linalool

Schutz und Aufbau von Nerven

CBD, THC, THCA, CBDV

Verbesserung von Aufmerksamkeit und Konzentration

Limonen, Linalool, Pinen


Hat CBD Einfluss auf die therapeutische Wirkung von THC?

Tats√§chlich beeinflussen sich die Substanzen aus der Cannabispflanze gegenseitig. Diese Synergie der Cannabinoide nennt man den Entourage-Effekt. Er besagt, dass ein Wirkstoff einen deutlich h√∂heren Effekt aufweist, wenn er in Verbindung mit Substanzen aus seiner nat√ľrlichen Umgebung eingenommen wird. Das best√§tigt auch die Wirksamkeit von Cannabis-Extrakten, die nicht nur mit einem Wirkstoff aus der Cannabispflanze, sondern gleich mit mehreren Cannabinoide und zus√§tzlichen Terpenen und Flavonoiden ausgestattet sind. Der Name wurde aus dem franz√∂sischen hergeleitet, wo Entourage so viel wie Umkreis / Umgebung bedeutet. Im Umkehrschluss gehen Forscher darum davon aus, dass Vollspektrum Cannabis√∂le wie wir sie bereits bei den CBD √Ėlen vorfinden eine bessere Wirkung haben, als Isolate.


Ist THC √Ėl in Deutschland - legal oder nicht?

Es ist kompliziert und eigentlich auch wieder ganz einfach.

THC √Ėl ist in Deutschland als Arzneimittel legal, darf konsumiert werden und auch der Besitz eines solchen Arzneimittels ist nicht verboten.

Au√üerhalb dieses Umstandes ist √Ėl mit einem THC Gehalt √ľber 0,2 % in Deutschland illegal. Das hei√üt, es darf weder konsumiert noch besessen werden. Es ist nicht frei verk√§uflich und die Anwendung kann strafrechtliche Folgen haben. Denn obgleich sich hartn√§ckig der Glaube h√§lt, dass der Konsum von berauschendem Hanf oder Cannabis √Ėl legal w√§re, ist dem nicht so. Es liegt immer im Auge des Betrachters respektive im Ermessen des Staatsanwalts, ob er Anklage erhebt oder nicht.

Und nun kommt der verwirrende Teil: In Deutschland ist ein THC Gehalt von 0,2 % in CBD √Ėl legal. Einfach, weil es in dieser Menge keine nachweisbare berauschende Wirkung mehr hat und somit nicht high macht. So ein CBD √Ėl gilt als Nahrungserg√§nzungsmittel und ist in Deutschland frei verk√§uflich.

Da es immer noch Menschen gibt, die dem Wirkstoff THC nicht so richtig √ľber den Weg trauen, gibt es allerdings auch eine Reihe Hersteller, wie zum Beispiel Nordic Oil und CBD Vital, die genau f√ľr diese Kunden CBD √Ėl im Angebot haben, in dem kein THC enthalten ist. Und auch Cannabidiol Produkte f√ľr Haustiere sollten kein THC enthalten, da diese ein Problem mit der Verstoffwechselung von Tetrahydrocannabinol haben.


Hat die Anwendung von THC Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen von THC sind abh√§ngig von der Dosis, der Dauer der Einnahme und der Hanf Pflanze. Dazu kommen individuelle Umst√§nde des Patienten, wie zum Beispiel seine Konstitution. Die Hauptnebenwirkung von THC ist seine berauschende Wirkung. Allerdings wird dieses ‚Äúhigh‚ÄĚ machen von den meisten als angenehm empfunden teilweise gew√ľnscht. Doch THC soll auch f√ľr Depressionen und Misch-Stimmung sorgen und je nach Dosis bis hin zum Kontrollverlust f√ľhren. Weitere typische Nebenwirkungen sind ein trockener Mund und gesteigerter Appetit, wobei zweitere bei bestimmten Patienten unbedingt erw√ľnscht ist.


Cannabis √Ėl Erfahrungen

Es gibt unz√§hlige positive Erfahrungen von Patienten mit langen Leidensgeschichten, die mithilfe von Hanf - mit Cannabis √Ėl oder auch mit Cannabisbl√ľten zum Rauchen - endlich Linderung gefunden haben. Diese tauschen sich in entsprechenden Internetforen zum Thema Krebs oder Multipler Sklerose aus. Doch auch renommierte Magazine lassen diese Menschen zu Wort kommen. So auch der Stern in einer Online-Ausgabe von 2018. (8)


Patienten berichten

Der Journalist schreibt hier zum Beispiel √ľber einen Patienten mit Morbus-Crohn - einer schlimmen chronisch entz√ľndlichen Darmerkrankung, unter der die Patienten extrem leiden und die als unheilbar gilt. 

Morbus-Crohn

  • Der Mann berichtet √ľber seine Erfahrung: ‚ÄúIch leide an der entz√ľndlichen Darmerkrankung Morbus Crohn. Bauchkr√§mpfe, blutige Durchf√§lle ‚Äď ich ging irgendwann nicht mehr aus dem Haus. Jahrelang habe ich Medikamente genommen, die das Immunsystem unterdr√ľcken. Meine Haare fielen aus, mein Gesicht quoll auf. Als ich ein neues Mittel bekam, das Krebs verursachen kann, fing ich an, illegal mit Cannabis zu experimentieren. Im Internet hatte ich gelesen, dass das bei Crohn helfen kann. Mit selbst gemixten Bl√ľten-Extrakten wurde ich fast symptomfrei. Mein Arzt glaubte mir ‚Äď und verschreibt mir heute die Bl√ľten."


Tourette Syndrom

Ein weiterer 23-j√§hriger Tourette Patient berichtet gegen√ľber dem Stern:

  • "Ich habe viele Tics, die ich nicht unterdr√ľcken kann. Mein Kopf zuckt, ich bei√üe mir in die Hand, ich sto√üe Schimpfw√∂rter aus wie 'Du Schlampe' oder 'Hurensohn'. Anderen kommt so etwas f√ľr einen fl√ľchtigen Moment in den Kopf, bei mir baut sich ein gro√üer Druck auf, dann kommen sie √ľber die Lippen. Neuroleptika haben mir fr√ľher gut geholfen, aber ich wurde dick, und irgendwann wirkten sie nicht mehr. Seit f√ľnf Monaten rauche ich Cannabis und bin fast Tic-frei. Ich hoffe, das bleibt so."

Leider verurteilen immer noch Menschen die Konsumenten von Cannabis als Drogenabh√§ngige. Auch √Ąrzte sind dem Thema noch recht blind gegen√ľber und so soll es vorkommen, dass diese ihre Patienten sogar vor die T√ľr setzen, wenn diese nach der Verordnung von Cannabis fragen.


THC √Ėl kaufen

Einfach so in die Apotheke spazieren und Cannabis √Ėl kaufen geht leider nicht. Daf√ľr ben√∂tigen Sie ein Rezept. Da immer noch ein gro√üer Teil der Antr√§ge auf Kosten√ľbernahme von Cannabis auf Rezept von den Krankenkassen abgelehnt wird, bleiben den Patienten drei M√∂glichkeiten.

  1. Widerspruch einlegen
  2. Cannabis √Ėl auf Privatrezept erhalten und selbst bezahlen
  3. CBD Produkte als Alternative anwenden

Die Alternative: CBD Produkte

Viele Menschen nutzen als Alternative zu Cannabis auf Rezept bereits CBD √Ėl oder andere CBD Produkte. Auch von diesen Menschen gibt es unz√§hlige Erfahrungsberichte in den sozialen Netzwerken und entsprechenden Foren. CBD √Ėle sind immer noch der Renner der CBD Produkte und werden am meisten konsumiert. Sie werden oral eingenommen entfalten schon nach kurzer Zeit ihre Wirkung, die je nach CBD Gehalt bis zu mehreren Stunden anh√§lt. CBD wird genau wie THC, durch spezielle Extraktionsverfahren gewonnen. Die CO‚āā-Extraktion z√§hlt hier zu den am h√§ufigsten angewendeten Methoden und gilt als Merkmal f√ľr eine gute Qualit√§t bei der Herstellung der CBD Produkte. Der vorgeschriebene THC Gehalt von 0,2 % darf nicht √ľberschritten werden. Seri√∂se Hersteller stellen Ihren Kunden Labor Zertifikate zur Verf√ľgung, in denen der Gehalt der einzelnen Inhaltsstoffe angegeben ist. Auch Medikamente mit CBD sind auf Rezept erh√§ltlich.


    Quellenverzeichnis

    1. https://www.cannabis-med.org/index.php?tpl=page&id=21&lng=de
    2. https://www.cannabis-med.org/index.php?tpl=page&id=21&lng=de
    3. https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/Versorgung/Cannabis.pdf
    4. https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/indikationeb-cannabis-medizin-2032610
    5. https://www.akdae.de/Stellungnahmen/Weitere/20160114.pdf
    6. https://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/DE/Bundesopiumstelle/Cannabis/Vortrag_Cannabis_Begleiterhebung.pdf?__blob=publicationFile&v=3
    7. http://polio.ch/wp-content/uploads/2018/07/Therapeutikum_Cannabis_FF4-18_dt.pdf
    8. https://www.stern.de/gesundheit/medizin/cannabis---berichte-von-spektakulaeren-behandlungserfolgen-7961408.html