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Cannabidiol

Seit einiger Zeit gibt es einen regelrechten Boom auf CBD-haltige Produkte wie CBD √Ėl und so ist es gef√ľhlt buchst√§blich in aller Munde. Doch was ist CBD √ľberhaupt? Wo kommt es her und wof√ľr ist es gut? Im folgenden Artikel erfahren sie mehr zu dem angeblichen Wunderstoff aus der Hanf Pflanze.

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Die Hanfpflanze

Bei Hanf handelt es sich um eine uralte Kulturpflanze, die schon vor 5 Tausend Jahren als Nutzpflanze angebaut und auch als Heilpflanze angewendet wurde. Cannabis ist nichts anderes als der botanische Name von Hanf. Die Familie der Hanfpflanzen nennt man Cannabaceae und der Nutzhanf, der heutzutage vorwiegend angebaut wird, ist die Sorte Cannabis Sativa L. Aus ihr werden Hanffasern, Lebensmittel und Kosmetik, aber auch das beliebte CBD √Ėl und weitere CBD Produkte hergestellt. Hierbei achtet man auf die Verwendung von Pflanzen mit einem besonders hohen CBD Gehalt und einem THC Gehalt von unter 0,2 %. Das macht sie f√ľr die Herstellung von Haschisch und Marihuana unbrauchbar.

Ein EU-Katalog f√ľr zertifizierte Hanfsorten legt fest, welche Hanfpflanzen in Deutschland angebaut und als Nahrungserg√§nzungsmittel Verwendung finden d√ľrfen. Das besondere Augenmerk dabei liegt auf einer m√∂glichst geringen Konzentration von THC im Bl√ľtenharz. Grund daf√ľr ist die psychoaktive Wirkung des Cannabinoides, welchem Cannabis seine jahrelange Drogenkarriere verdankt.

F√ľr den Anbau von medizinischem Hanf verwendet man die Sorte Cannabis Indica. Sie verf√ľgt √ľber einen besonders hohen THC Gehalt und eignet sich daher bestens f√ľr die Produktion von medizinischem Hanf. Wer diesen anbauen darf, wird von der Cannabis-Agentur festgelegt - einer Beh√∂rde innerhalb der Bundesagentur f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte BfArM.

Cannabis Sorte

Cannabis Indica

Cannabis Sativa

Vorteile

großes therapeutisches Potenzial

großes therapeutisches Potenzial

Nachteile

psychoaktive Wirkung


Auch der Anbau von Nutzhanf ist nicht so ohne weiteres m√∂glich. Man kann nicht einfach Cannabis im Garten anbauen und sein eigenes CBD √Ėl herstellen. Das ist nur m√∂glich, wenn:

  • es sich um Unternehmen der Landwirtschaft im Sinne des 1 Abs. 4 des Gesetzes √ľber die Alterssicherung der Landwirte (ALG) handelt, deren Betriebsfl√§chen die ¬ß 1 Abs. 5 ALG genannte Mindestgr√∂√üe erreichen oder √ľberschreiten (¬ß 1 Abs. 2 S. 1 ALG), mit Ausnahme von Unternehmen der Forstwirtschaft, des Garten- und Weinbaus, der Fischzucht, der Teichwirtschaft, der Imkerei, der Binnenfischerei und der Wandersch√§ferei.
  • das Unternehmen die f√ľr eine Beihilfegew√§hrung nach der VO (EU) Nr.‚ÄÖ1307/2013 in der jeweils geltenden Fassung in Betracht kommt,
  • und der Anbau ausschlie√ülich aus zertifiziertem Saatgut von Sorten erfolgt, welche am 15.‚ÄÖM√§rz des Anbaujahres in dem in Art.‚ÄÖ9 der Delegierten Verordnung (EU) Nr.‚ÄÖ639/2014 genannten gemeinsamen Sortenkatalog f√ľr landwirtschaftliche Pflanzenarten aufgef√ľhrt sind (vgl. Weber BtMG/Weber, 5. Aufl. 2017, BtMG ¬ß 24a Rn. 13-14).

Pharmakologie von Hanf

Aufgrund seiner vielfältigen Inhaltsstoffe ist Cannabis gerade dabei, sich einen Platz in der Geschichte der Medizin zu sichern. Unzählige Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit der Pharmakologie von Hanf und das nicht erst seit ein paar Jahren.

Cannabis Sativa L. findet seit Jahrtausenden weltweit in der Medizin Verwendung. Grund f√ľr die Wirkung der Phytocannabinoide auf den Menschen ist das menschliche Endocannabinoid System (endo = innen). Dieses reagiert auf eine Reihe pflanzlicher, synthetischer und endogene Stoffe - darunter auch die Cannabinoide aus dem Hanf. Das Endocannabinoid System ECS besteht aus den Cannabinoid Rezeptoren - dem Cannabinoid Rezeptor 1 + 2, die im gesamten K√∂rper verteilt sind. Die CB1 und CB2 Rezeptoren interagieren mit bestimmten Stoffen - den k√∂rpereigenen Endocannabinoiden, die unser K√∂rper selbst herstellen kann. Mithilfe dieser Stoffe werden unz√§hlige Vorg√§nge im K√∂rper gesteuert. So geh√∂ren zu den Aufgaben des Endocannabinoid Systems unter anderem:

  1. Gehirnentwicklung
  2. Kontrolle der Motorik
  3. Gedächtnis
  4. retrograde neuronale Kommunikation
  5. Regulation der Nährstoffzufuhr
  6. Zellwachstum
  7. Regulation des Immunsystems

Dabei scheinen sich die Wirkstoffe zu den Rezeptoren wie Schl√ľssel zu einem Schloss zu verhalten.

Die bekanntesten Endocannabinoide sind Anandamid und Arachidonoylglycerol. Anandamid zum Beispiel ist in gro√üen Mengen im Zentralnervensystem zu finden und kommt au√üerdem in Kakao bzw. in Schokolade vor. Seinen Namen hat das Endocannabinoid aus dem Sanskrit - er bedeutet Gl√ľck / Gl√ľckseligkeit. Die Wirkungen von Anandamid bez√ľglich des Endocannabinoid Systems sind heute noch nicht g√§nzlich bekannt, obwohl es bereits 1992 entdeckt wurde. Man geht aber davon aus, dass es √§hnlich wie THC funktioniert, allerdings ohne dessen psychoaktiven Effekt, und Einfluss hat auf:

  • Schmerzregulation
  • Appetit
  • Belohnungssystem
  • Gef√ľhle wie Freude oder Euphorie (√§hnlich wie ‚ÄúRunner's High‚ÄĚ)
  • Bew√§ltigung von Stress

Wie kommt CBD in die Cannabispflanze?

Cannabidiol - abgek√ľrzt als CBD - ist eines von vielen Cannabinoiden. Die Bl√ľten weiblicher unbefruchteter Cannabis Pflanzen produzieren ein Harz, in dem mehr als 100 dieser nat√ľrlich chemischen Wirkstoffe vorkommen. Die zwei ber√ľhmtesten Cannabinoide sind THC Delta-9-Tetrahydrocannabinol und CBD Cannabidiol, welches man auch zur Herstellung von CBD √Ėl verwendet. Zus√§tzlich zu den Cannabinoiden findet man im Harz der Hanfpflanze weitere pharmakologisch wirksame Substanzen, wie Terpene und Flavonoide. Diese Stoffe dienen zum einen der Abwehr von Sch√§dlingen, als Lockstoffe f√ľr Insekten aber auch zur Kommunikation untereinander. Allerdings gibt es noch keine genauen wissenschaftlichen Aussagen dar√ľber, welche Wirkweise die Cannabinoide in der Hanfpflanze haben. Hier tappt die Forschung noch ziemlich im Dunkeln.


Die Entstehung von Cannabidiol in den Dr√ľsen

Cannabidiol wird in ganz speziellen Dr√ľsen produziert, die sich √ľberall auf der Oberfl√§che der Cannabispflanze befinden, mit Ausnahme der Samen und Wurzeln. Die meisten dieser Dr√ľsen findet man an den Bl√ľtenst√§nden weiblicher unbefruchteter Pflanzen, weshalb diese bevorzugt f√ľr die Produktion von medizinischem Hanf zur Gewinnung von THC und der Herstellung von CBD √Ėl und anderen CBD Produkten angebaut werden.

Die Produktion des Harzes findet im Dr√ľsenkopf und den oberen Stellen der Dr√ľsen-Stiele statt. Wie das im Einzelnen abl√§uft, k√∂nnen die Forscher Stand heute noch nicht genau nachvollziehen. Gegenw√§rtig geht man davon aus, dass die Cannabinoide aus einer Art Vorstufe von Terpenen entstehen. Solange die Cannabispflanze lebt, findet man in ihr die Cannabinoide haupts√§chlich in ihren psychisch inaktiven S√§ureformen vor. Diese verwandeln sich nach der Ernte und Trocknung durch den Einfluss von W√§rme und Sauerstoff und so wird aus den S√§uren THCA und CBDA dann THC und CBD. Den Vorgang dieser Verwandlung nennt man Decarboxylierung.

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Die Eigenschaften der Phytocannabinoide

Aufgrund ihrer vielen positiven Eigenschaften werden Cannabinoide als Arzneimittel zur Behandlung verschiedener Beschwerden und Krankheiten eingesetzt. So zum Beispiel bei:

  • neuropathischen Schmerzen und Spastiken
  • infantilen Spasmen und Epilepsie bei Kindern
  • Appetitlosigkeit
  • √úbelkeit, Erbrechen

Die bedeutendste Eigenschaft der Cannabinoide f√ľr den Menschen ist ihre F√§higkeit, mit dem ECS unseres K√∂rpers zu interagieren und ganz bestimmte Reaktionen hervorzurufen. Die Forscher stehen im Grunde noch ganz am Anfang ihrer Arbeit und k√∂nnen nur begrenzt die umfangreichen pharmakologisch bedeutsamen Effekte benennen. Derzeit halten die Wissenschaftler den Einsatz der Pflanzenstoffe bei folgenden Beschwerden f√ľr m√∂glich (1):

  • Schmerzen zu lindern
  • Entz√ľndungen zu hemmen
  • Spastiken zu l√∂sen
  • √Ąngste einzud√§mmen
  • zu beruhigen
  • zu entspannen
  • Epilepsie zu lindern

Forscher zeigten an Studien, dass THC / CBD Spray bei Schmerzen (2) oder CBD √Ėl bei Schlafst√∂rungen (3) wirksam sein k√∂nnte.


Wirkung von Cannabidiol

Cannabidiol CBD ist zusammen mit Tetrahydrocannabinol THC das zum heutigen Stand am meisten erforschte Cannabinoid. Das bedeutet nicht, dass man schon alles √ľber CBD herausgefunden hat. Aber es gibt zumindest ein paar wichtige Erkenntnisse. So wei√ü man, dass Cannabidiol.

  1. nicht psychoaktiv ist, keinen Rausch auslöst und nicht high macht.
  2. anders als Tetrahydrocannabinol THC nicht als Droge oder Betäubungsmittel gilt.
  3. eine große pharmakologische Bedeutung hat.
  4. bereits als Medikament bei Epilepsie eine gute Wirkung zeigt.

CBD interagiert in unserem Körper mit den genannten Cannabinoid Rezeptoren und ist dadurch in der Lage, wichtige Prozesse zu beeinflussen. Dabei fungiert es als Antagonist und scheint in der Lage, die Rezeptoren blockieren zu können. Die Wirkungen im Körper durch Cannabidiol werden auf unterschiedliche Weise ausgelöst, die man bis heute noch nicht vollumfänglich erklären kann. Sicher ist man sich allerdings, dass es unter anderem auf die Signalweiterleitung in Zellen und auf die Apoptose der T-Lymphozyten im Immunsystem einwirkt. (4)


Einsatz von CBD

CBD kommt in vielen verschiedenen Formen zum Einsatz. Die Frage, ob Cannabidiol als Wirkstoff nach jahrelangem hin und her nun zu den sogenannten Novel Foods geh√∂rt, also zu den neuartigen Lebensmitteln z√§hlt, ist immer noch nicht abschlie√üend beantwortet (Stand 15.12.2020), sodass seine Verwendung in Nahrungserg√§nzungsmitteln oder als Lebensmittel Probleme verursacht. Au√üerdem war eine lange Zeit nicht klar, ob Cannabidiol zu den Drogen, Arzneimitteln oder Lebensmitteln geh√∂rt. Diese Gesetzesl√ľcke machten sich viele Produzenten zunutze und verwendeten trotz unklarer Rechtslage den Wirkstoff Cannabidiol, um CBD-haltige Produkte wie CBD √Ėl, CBD Liquid oder CBD Kaugummi herzustellen.

Nachdem die Weltgesundheitsorganisation WHO mehrfach betont hatte, dass Cannabidiol keine Droge ist, bestätigte das im November 2020 auch der Europäische Gerichtshof EuGH in einem Urteil. Das ließ zunächst viele Hersteller aufatmen. Doch nur kurz.

Da Cannabis schon seit mehreren tausend Jahren als Nutzpflanze angebaut und wohl auch zum Verzehr genutzt wurde, streiten sich Hersteller CBD-haltiger Produkte und das Bundesamt f√ľr Verbraucherschutz und Lebensmittel BVL darum, ob Cannabidiol als sogenanntes Novel Food in den Katalog f√ľr ‚Äúneuartige Lebensmittel‚ÄĚ geh√∂rt oder nicht. Auf den Seiten des BVL ist dazu Folgendes zu lesen: ‚ÄúDa bislang keine ausreichenden Nachweise erbracht wurden, dass CBD-haltige Produkte in nennenswertem Umfang vor dem Stichtag 15. Mai 1997 in der Europ√§ischen Union verzehrt wurden, sind diese Erzeugnisse ‚Äď vorbehaltlich einer Einordnung als Arzneimittel ‚Äď EU-weit als neuartige Lebensmittel (Novel Food) zu betrachten.‚ÄĚ

Das w√ľrde bedeuten, dass jedes Produkt mit dem Wirkstoff Cannabidiol einer gesonderten Zulassung als Lebensmittel bedarf.

Diese Einstufung wirft neue Probleme auf. Denn die Einordnung von Cannabidiol bzw. CBD √Ėl als neuartiges Lebensmittel hat weitreichende Folgen f√ľr die Hersteller und Verk√§ufer.

Jeder, der jetzt Produkte mit Cannabidiol in Verkehr bringen m√∂chte, muss f√ľr jedes Produkt eine extra Zulassung beantragen.

Die wenigsten Hersteller von Nahrungserg√§nzungsmitteln bzw. CBD √Ėlen - besonders viele kleinere Start-Ups - k√∂nnen sich dieses Verfahren, das eine solche Zulassung beinhaltet, leisten. Denn das nimmt eine Menge Zeit in Anspruch und verursacht hohe Kosten. Das bedeutete f√ľr viele, dass sie ihr CBD √Ėl und die anderen CBD-haltigen Produkte vom Markt nehmen m√ľssen oder ansonsten mit hohen Strafen bzw. Verboten rechnen k√∂nnen. Diese Situation macht das Inverkehrbringen CBD-haltiger Nahrungserg√§nzungsmittel schwierig und f√ľhrt mittlerweile dazu, dass CBD √Ėle nicht mehr oder nur noch selten zur oralen Einnahme, sondern als sogenannte Aroma√∂le angeboten werden. An den CBD √Ėlen hat sich nichts ge√§ndert au√üer die Verpackung bzw. Produktbeschreibung. Hier wird jetzt sogar der Hinweis ‚Äúnicht zum Verzehr geeignet‚ÄĚ auf den CBD √Ėl Verpackungen von den Beh√∂rden erwartet und es d√ľrfen keine Empfehlungen zur Einnahme von CBD √Ėl gemacht werden.


Einsatz von Cannabidiol in der Medizin

Cannabidiol CBD wird nicht nur bei der Herstellung von Lebensmitteln oder Nahrungserg√§nzungsmitteln verwendet, sondern findet aufgrund seiner pharmakologischen Effekte auch in Arzneimitteln f√ľr verschiedene Krankheiten Anwendung. Medizinisches Cannabis auf Rezept, sei es nun in Form von Bl√ľten, Pulver oder als Cannabis Extrakt, enth√§lt immer einen nat√ľrlichen Gehalt an Cannabidiol. In vielen F√§llen ist das sogar ausdr√ľcklich gew√ľnscht. Au√üerdem gibt es seit einiger Zeit ein Medikament aus den USA - Epidiolex, welches auch in Europa zugelassen ist. Dessen Hauptwirkstoff ist Cannabidiol und es wird als Therapie bei bestimmten Epilepsien von Kindern - dem sogenannten Lennox Gastaut Syndrom und dem Dravet Syndrom eingesetzt. Studien haben ergeben, dass dieses Medikament dazu in der Lage ist, infantile Spasmen zu lindern und die epileptischen Anf√§lle zu lindern, sowie die Anfallsh√§ufigkeit um einiges zu reduzieren.


Welche Cannabidiol CBD Produkte gibt es?

Der Markt ist voll von CBD Produkten, was das Ganze ein wenig un√ľberschaubar macht. Neben CBD √Ėl und Liquids zum Rauchen findet man eine ganze Reihe an verschiedenen Artikeln:


Nicht alle diese Cannabidiol Produkte, vor allem die Nahrungsergänzungsmittel und Lebensmittel sind in Deutschland zugelassen, werden jedoch online angeboten.

Beim Einkauf von CBD √Ėl oder einem anderen CBD Produkt empfiehlt es sich ganz genau hinzuschauen, ob in dem CBD √Ėl tats√§chlich eine wirksame Menge Cannabidiol CBD enthalten ist. R√ľckschl√ľsse darauf kann man aus den Angaben zur Herstellung der CBD Extrakte und entsprechenden Labor Zertifikaten ziehen. Im Zweifelsfall fragen Sie einfach beim Hersteller nach. Hanf√∂l zum Beispiel, enth√§lt kein CBD. Denn in den Samen der Hanfpflanze, aus denen Hanf√∂l im Kaltpressverfahren hergestellt wird, sind keine Phytocannabinoide enthalten.

Die Kohlendioxid-Extraktion z√§hlt zu den sichersten und am h√§ufigsten angewandten Herstellungsverfahren f√ľr CBD Extrakte. Aus den St√§ngeln der Hanfpflanze im Kaltpressverfahren CBD zu extrahieren gelingt in der Regel nicht. Auf solche Produkte sollten Sie beim Einkauf verzichten. Auch reines Hanfsamen√∂l, welches zwar gesund ist, enth√§lt kein Cannabidiol CBD und verf√ľgt auch nicht √ľber dessen Eigenschaften.


CBD als Arzneimittel f√ľr viele Erkrankungen

Außer dem oben bereits genannten Cannabis Arzneimittel Epidiolex aus den USA, welches zur Therapie bei den kindlichen Epilepsien auf Rezept verordnet wird, gibt es bislang kein weiteres reines Cannabidiol CBD Medikament.

Allerdings fordern einige Stimmen die Einstufung des Wirkstoffs Cannabidiol CBD aufgrund seiner vielseitigen therapeutischen Wirkung als Arzneimittel. Nach ihrer Meinung wäre dann die Verbrauchersicherheit deutlich höher und Scharlatanen der Weg zum Betrug durch angeblich Cannabidiol-haltige Produkte verwehrt. Denn dann wären die Zulassungskriterien von CBD Produkten deutlich strenger und deren Produktion erheblich besser kontrolliert.


Anwendung Cannabidiol

Aus vielen Foren und Facebook Gruppen ist mittlerweile bekannt, dass es eine riesengro√üe Anzahl Erfahrungsberichte zur Anwendung von Cannabidiol bei allerlei Beschwerden und Erkrankungen gibt (5). Und auch zahlreiche Studien sind dar√ľber zu finden. So gehen Forscher mittlerweile von folgenden Effekten aus:

  • entz√ľndungshemmend (6)
  • schmerzlindernd (7)
  • Linderung von Angstst√∂rungen (8)

Wissenschaftler forschen weiter an der Wirkung von Cannabidiol auf entz√ľndlich schmerzhafte Krankheiten und Beschwerden.

Inwieweit CBD Extrakte in CBD √Ėl eine Wirkung bei o.g. Beschwerden haben, h√§ngt immer von der Konzentration des Wirkstoffs im √Ėl und der eigenen Konstitution ab. Hinzu kommt die Wirksamkeit der Synergien von Pflanzenstoffen untereinander und mit weiteren Substanzen aus dem Cannabis-Harz, wie den Terpenen und Flavonoiden. Forscher gehen davon aus, dass die Wirksamkeit von CBD steigt, sobald es zusammen mit Substanzen aus seiner nat√ľrlichen Umgebung eingenommen wird. Das nennt man den sogenannten Entourage Effekt, der daf√ľr verantwortlich ist, dass Vollspektrum CBD √Ėlen bzw. einer Cannabidiol L√∂sung mit dem vollen Pflanzenspektrum eine bessere Wirksamkeit zugeschrieben wird. Diese √Ėle enthalten neben Cannabidiol CBD auch einen geringen Anteil an THC und viele weitere Pflanzenstoffe aus Cannabis. Im Grunde kann nie ausgeschlossen werden, dass in CBD Extrakten auch THC enthalten ist und umgekehrt. Daher ist auch die Werbeaussage ‚ÄúTHC frei‚ÄĚ irref√ľhrend und verboten. Das gilt nicht f√ľr synthetisch hergestellte Produkte.


Was sagen die CBD Studien

Trotz einiger kritischer Stimmen sind die erfolgreichen Studien √ľber die Anwendung von Cannabidiol bei vielen Erkrankungen nicht mehr unter den Tisch zu kehren. Immer wieder tauchen Ergebnisse auf, welche die positiven Effekte von Cannabidiol aufs Neue best√§tigen.

Cannabidiol bei Krebs und in der Palliativmedizin

Zahlreiche pr√§klinische Studien der letzten Jahre weisen alle auf eine therapeutische Wirksamkeit von Cannabidiol bei unterschiedlichen Krankheiten hin. Auch wenn anders als bei THC, noch nicht ausreichend Beweise f√ľr die Wirksamkeit von CBD vorliegen, weist das Deutsche Krebsforschungszentrum in Helmholtz seine Patienten darauf hin, dass sie sich von ihrem Arzt CBD-haltige Rezepturarzneimittel verschreiben lassen k√∂nnen. (9)

Au√üerdem wird vermutet, dass CBD in der Palliativmedizin die Versorgung von Patienten besonders bei folgenden Symptomen unterst√ľtzen k√∂nnte (10) :

  • Schlaflosigkeit
  • Schmerzen
  • Angst
  • Depressionen
  • Entz√ľndungen

Behandlung von Angst mit CBD

Forscher konnten beweisen, dass Cannabidiol gute Voraussetzungen f√ľr die Therapie von Krankheiten wie Angstst√∂rungen und Depressionen (11) liefert aufgrund seiner:

  • anxiolytischen (angstl√∂senden)
  • antipsychotischen
  • neuroprotektiven

Effekte. Somit k√§me laut Meinung vieler Forscher die Behandlung mit Cannabidiol bei Patienten mit diesen psychischen Krankheiten durchaus infrage. (12) F√ľr die Wirkung von CBD bei Kopfschmerzen und Migr√§ne gibt es leider noch keine gesicherten Studien.


Hat CBD auch Nebenwirkungen?

Da es sich bei Phytocannabinoiden um chemische Substanzen handelt, ist bei ihrer Einnahme Vorsicht geboten. Auch sie k√∂nnen unerw√ľnschte Wirkungen hervorrufen. Laut einiger Verbrauchersch√ľtzer w√ľrde CBD bei jedem Zehnten Schl√§frigkeit und Benommenheit ausl√∂sen. Genauso h√§ufig wurde aber auch das Gegenteil beobachtet. Au√üerdem gaben einige Anwender an, dass Dinge wie Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit und Durchfall nach der Einnahme vorkamen. Ist die richtige CBD Dosis erst einmal individuell perfekt eingestellt, gibt es √ľblicherweise keine Probleme.


Quellenverzeichnis

  1. https://www.aerztezeitung.de/Kongresse/Cannabinoide-multiple-Wirkung-vielfaeltiger-Einsatz-402341.html
  2. https://www.thieme.de/de/neurologie/72893.htm
  3. https://www.karger.com/Article/FullText/484886#:~:text=Die%20Resultate%20zur%20Wirkung%20von,mit%2040%20und%2080%20mg.
  4. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19457575/
  5. https://cbdforumdeutschland.de/
  6. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0968089615000838?via%3Dihub
  7. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31447137/
  8. https://link.springer.com/article/10.1007/s13311-015-0387-1
  9. https://www.krebsinformationsdienst.de/fachkreise/nachrichten/2020/fk10-cbd-oel-krebs.php
  10. https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00482-019-00438-9
  11. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4604171/
  12. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31222854/